Bunter Bauwagen auf dem Gelände, Bernd Sprenger
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Stadt- und Waldbäume im Klimawandel

Mit dieser Vortragsreihe wollen wir die großen grünen und hölzernen Lebewesen, die unser Leben so sehr bereichern in den Fokus rücken.

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Deutsche Waldtage 2020, www.deutsche-waldtage.de, Foto: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Bäume in Stadt und Land, Wald und Flur erbringen zahlreiche wertvolle Leistungen für die Gesellschaft. Ihre Funktionen sind eigentlich unbezahlbar. Sie sind aber auch Lebensräume für Tiere und Pflanzen und wichtige Pfeiler der Natur an sich.
Den großen materiellen und immateriellen Wert, den sie haben, werden wir als Menschen viel zu wenig gerecht. Im Wald wird gerade mal der Holzwert monetär bemessen. In der Krise funktioniert nicht mal mehr das. In der Stadt stehen Bäume häufig einfach so im Weg.

Bäume sind eigentlich auch die Klimaschützer schlechthin. Mit der Photosynthese binden sie Unmengen CO2 und befreien unsere Atmosphäre. Wälder binden auf diese Weise 14 Prozent unseres CO2-Ausstoßes. Kolossal.

Dummerweise sind Bäume aber durch den Klimawandel auch über die Maßen stark betroffen. Die letzten Jahre haben Wälder zerstört und Bäume in Städten zum Absterben gebracht. Schnelle Lösungen sind nicht in Sicht. Hier ist langer Atem und sehr viel Engagement gefragt. Bäume und ihr Erhalt müssen mehr ins Bewusstsein gelangen.

Welche Lösungen es hierfür gibt, welche Funktionen die Bäume noch haben und was dabei jedeR einzelne tun kann, wollen wir in mehreren Formaten zeigen.

Den Anfang macht Prof. Wolfgang Borchardt, ehemals FH Erfurt, mit einem Vortrag am 17.09., 18 bis 20 Uhr, im Audimax der Alten Parteischule, Werner-Seelenbinder-Str. 14. Das Thema des Vortrags lautet: "Hauptsache heimisch? Stadtbäume im Klimawandel" und wird sich vor allem den zukünftig geeigneten Baumarten für eine grüne Stadt widmen. Gerade mal eine Handvoll heimische Baumarten sind für die Stadt geeignet. Es liegt auf der Hand, dass wir deutlich mehr Baumarten benötigen.

Weiter geht´s am 20.09. mit einem Waldspaziergang im Steiger. 10 Uhr beginnt die Waldwanderung mit Deutschlands Försterin des Jahres Uta Krispin und dem Erfurter Umweltamtsleiter Jörg Lummitsch. Begleitet werden sie vom Klima- und Waldexperten Ingolf Profft vom Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha. Anschließend wird noch ein Baum an der Fuchsfarm gepflanzt. Die Wanderung wird auf 30 TeilnehmerInnen begrenzt. Anmeldungen sind unter info@fuchsfarm-erfurt.de möglich. Treffpunkt ist der Steigeraufgang am Innenministerium (Parkstr./An der Silberhütte).

Am 22. Oktober kommt als Höhepunkt Conrad Amber – der Baumflüsterer aus Österreich – für einen Vortrag nach Erfurt. „Bäume auf die Dächer, Wälder in die Stadt!“ ist sein Thema. Ein besonderes Erlebnis für Baumliebhaber und solche, die es werden wollen. Auch für Planer und Entscheider ein wertvoller Wissenszuwachs. Von 19 bis 21 Uhr gibt er seine Thesen im Audimax der Alten Parteischule zum Besten.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Es werden jedoch Spenden für eine Baumpflanzung im Albert-Schweitzer-Gymnasium gesammelt.
Die Veranstaltungsreihe „Stadt- und Waldbäume im Klimawandel“ wird durch die Stadt Erfurt gefördert. Der Verein erhielt dafür den Ehrenamtspreis der Stadt Erfurt. Vielen Dank dafür.

veröffentlicht von Flora Mirzoyan am 01.09.2020


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